Handwerk hat goldenen Boden – Grundsätzliches über das Crafting in Unbended

Crafting wird in UNBENDED eine ganz besondere Rolle bekommen. Was zunächst wie ein platter Marketingspruch klingen könnte, hat einen ganz anderen Hintergrund. Wir waren – unter dem Strich gesehen – nie besonders glücklich mit den Crafting-Systemen in unseren „früheren Titeln“. Crafting war immer etwas, das irgendwie dazu gehört, aber wir haben es nie geschafft, daraus ein zentrales Feature zu machen. Die Gründe waren dabei vielfältig; es führte dann zu einem System, in denen sich das Crafting darauf beschränkte, dass man Amulette, Runen, Ringe und ähnlichen Tand hübsch einschmiedet und *plopp* hat man ein mehr oder weniger tolles Item erstellt. Die Aktionsmöglichkeiten waren also von Vornherein sehr beschränkt und das Crafting-System wurde dem Game selbst einfach übergestülpt – es war nicht homogener Teil der Story und der Entwicklung der Charaktere.

Bei UNBENDED sieht das anders aus. Crafting ist ein wichtiger Teil des Grundkonzepts und wurde von vornherein fest in der Story verankert. Die oben beschriebenen Einschränkungen wird es bei UNBENDED nicht geben. Wir werden das Crafting maximal flexibel halten, es wird Platz für eigenen Experimente geben, aber wir werden den Weg zum Craften wirklich einzigartiger Items auch durchaus schwieriger gestalten, als das viele Spieler gewöhnt sein dürften. Vor den Preis haben die Götter nun mal den Fleiß gestellt. Allerdings erhaltet Ihr bei UNBENDED auch eine echte Gegenleistung für Eure Mühsal. Die Ergebnisse Eurer Arbeit werden Gegenstände sein, die Ihr in vergleichbarer Art niemals als Loot erhalten werdet und die Euch kein Händler auf Aetherra wird anbieten können – nicht einmal in vergleichbarer Qualität. Am Ende der Reise könnt ihr dann eure eigenen legendären Sets craften.

Wie sieht das nun in der Praxis aus? Eigentlich sehr einfach zu verstehen und im Spiel auch nicht schwer anzuwenden. Das Ergebnis Eurer Crafting-Bemühungen wird immer von drei wesentlichen Faktoren abhängen:

Qualität und Wesen der Zutaten
Zuverlässigkeit des Rezepts oder Spruchs
Eigenes Crafting Level

Rezepte und Sprüche benötigt Ihr bei UNBENDED nur dann, wenn Ihr Dinge gänzlich neu erschaffen wollt. Wenn es um die Modifikation von bereits vorhandenen Items geht, dürft Ihr (im Rahmen Eurer Fähigkeiten) selbst experimentieren. So hat z.B. ein einfacher Schmiedegeselle nur wenig Probleme damit, aus einem gewöhnlichen Langschwert, ein wenig Feuerkraut von den Tharischen Höhen und einer Prise Rubinstaub, ein Tharisches Flammenschwert zu schmieden, das (für Nahkämpfer) eine treffliche Waffe gegen Driftkobolde darstellt.

Allerdings: Items, die Ihr auf diese Weise erstellt, sind nicht stabil. Sie verlieren ihre Eigenschaften schnell wieder und Ihr müsst Euer Werk erneuern. Warum ist das so? Ganz einfach: Ihr verfügt bei dieser Art des einfachen Craftings nicht über das nötige Wissen, das Ihr zwingend braucht, um Dinge zu erschaffen, die dauerhaft zu einem Teil der Welt werden. Das ist in diesem Fall aber auch nicht schlimm, denn das Tharische Flammenschwert wird Euch für die konkrete Quest, in der ihr es benötigt, gute Dienste leisten und seinen Zweck erfüllen.

Aber wie schaffe ich es dann, dass ich Items crafte, die ich universell verwenden kann, ohne, dass sie ihre Eigenschaften jemals verlieren? Auch das ist nicht schwer zu verstehen. Zunächst: Alles in der UNBENDED Welt besitzt einen ursprünglichen Namen. Diesen müsst Ihr kennen, um in den Dingen mehr als eine einfache Zutat zu sehen. Kennt Ihr den Namen der Dinge, entfalten sie ihre wahre Macht und ihr vermögt es, sie zu kontrollieren. Tharisches Feuerkraut ist eine nette Zutat für ein Flammenschwert – keine Frage. Aber wenn Ihr das wahre Wesen dieses Krautes erkennt, seinen wirklichen Namen in Erfahrung bringt, dann stabilisiert Ihr diese Zutat und schöpft ihre wirkliche Macht aus. Redet also mit denen, die um diese Namen wissen, gewinnt ihr Vertrauen oder zwingt sie dazu – was auch immer: In der Welt von UNBENDED lebt das alte Wissen in den Köpfen der Menschen. Und Ihr seht nicht immer jedem an, was er weiß. Keine Bange: An Hinweisen wird es nicht mangeln.

Zudem werdet Ihr Rezepte und/oder Sprüche benötigen, um wirklich mächtige Items zu erschaffen. Nicht jedes Rezept, das Ihr finden werdet, wird dazu geeignet sein. Findet diejenigen, die Euch zuverlässige Anleitungen geben können und glaubt nicht alles, was man Euch erzählt. Im schlimmsten Fall verliert Ihr dabei wertvolle Zutaten, die oft nur schwer zu beschaffen sind. Vertraut auf das Wissen von wirklich legendären Schmieden oder echten Meistern der Dunklen Künste. Und wundert Euch nicht, wenn nicht jeder mit Euch reden wird. Meister werden Gesellen nie jedes Geheimnis verraten, denn sonst gäbe es bald nur noch Meister und keine Gesellen mehr. Erwerbt also einen Rang, der Euch zu Gleichen unter Gleichen macht, damit man Euch als würdig betrachtet, diese Geheimnisse mit Euch zu teilen.

Wissen wird bei UNBENDED definitiv Macht sein – häuft also so viel wie möglich davon an. Ihr werdet im Laufe Eurer eigenen Entwicklung lernen, zu benennen, zu legieren, zu gravieren, zu verhexen und in den höchsten Stufen werdet Ihr schließlich auch selbst erkennen können und die Hilfe Dritter nicht mehr benötigen, wenn es darum geht, die Dinge als das zu sehen, was sie sind. Zudem steht Euch – je nach gewähltem Charakter – die Möglichkeit offen, aus Euren selbst gecrafteten Rüstungssets, legendäre Rüstungssets zu machen. Dazu stehen Euch entsprechende Quests zur Verfügung. Legendäre Sets verstärken verschiedene Eurer Fähigkeiten und Attribute noch einmal deutlich. Und vergesst eines nicht: Irgendwann wird für jeden Charakter die Phase seines persönliches Endkampfes kommen und darauf solltet Ihr vorbereitet sein. Das Crafting wird Euch entscheidend dabei helfen, für diese Herausforderung gerüstet zu sein und Eure selbst gefertigten Items werden Euch in dieser Schlacht einen entscheidenden Vorteil geben.

 

Und da diese Fragen vermutlich ohnehin kommen werden, hier noch ein paar Zusatzinformationen zu den Rüstungssets:

Kann ein Charakter im Laufe des Spiels nur ein persönliches Set craften?

Nein. Durch die Varianz von Rohstoffen und Sprüchen kann der Spieler beliebig viele verschieden Sets craften.

Kann man Items, die man selbst geschaffen hat, nachträglich noch weiter verbessern?

Ja. Ihr werdet im Laufe Eurer Ausbildung zum Meister nach und nach zusätzliche Fähigkeiten erwerben, die es Euch ermöglichen werden, Eure eigenen Items zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist die Kunst der Runengravur, die Ihr (falls Euer Charakter das Schmieden erlernen kann) erst auf einen hohen Level erlernen könnt und die es Euch ermöglicht, Eure Ausrüstung mit mächtigen Schutzrunen auszustatten.

Wird jeder Charakter jedes im Spiel vorkommende Handwerk erlernen können?

Ein klares NEIN! Da das Crafting sehr eng mit der individuellen Biographie unserer Hauptfiguren verbunden ist, würde das keinen Sinn ergeben. Konkretes Beispiel: Eine Kristallmagierin nimmt keinen Schmiedehammer zur Hand, da dies nicht ihren Fähigkeiten und ihrer spieltechnischen Ausrichtung entspricht.

Kann ich selbst gecraftete Items verkaufen bzw. wiederverwerten oder sind diese immer gebunden?

Ja, natürlich könnt Ihr das. Es wird in UNBENDED keine gebundenen Items geben. Das erscheint uns sinnlos. Ihr werdet gewiss auf Händler treffen, die Euch nur zu gerne mit Gold überschütten, wenn Ihr ihnen legendäre Items überlasst, denen Ihr levelmäßig entwachsen seid. Ob das immer clever ist, sei dahingestellt. Denn: Ihr könnt alles, was Ihr zusammengebaut habt, auch wieder demontieren (nur Legierungen sind nicht mehr trennbar) und erhaltet so durchaus hilfreiche Zutaten für Euer nächstes Meisterwerk.

 

Und zum Abschluss ein wenig Spekulation. Habt Ihr Euch jemals gefragt, woher die legendären Sets eigentlich stammen, die Ihr in anderen Spielen gefunden habt? Möglicherweise wurden diese ja von Euren Vorgängern geschaffen und sie wurden abgelegt, damit Ihr sie entdecken und verwenden könnt. Niemand weiß das so genau und es gibt zumindest Gerüchte, dass es in UNBENDED gewisse Möglichkeiten geben könnte, Dinge so zu hinterlegen, dass sie irgendwann gefunden werden. Wie gesagt… das ist nicht mehr als Spekulation, aber eine nette Idee könnte es ja trotzdem sein.