Crafting für Fortgeschrittene – Der lange Weg vom Erz zum epischen Rüstungsset

Crafting in Unbended besteht aus mehr als nur dem Klicken auf ein Rezept, um beispielsweise eine Rüstung herzustellen. In Unbended werdet ihr eure eigene Rüstung vom Erz bis hin zum fertigen Set, in dem die Rüstung steht, selbst herstellen. Dabei hilft euch nicht nur der Craftingskill, sondern auch das Pathfinding, um an wertvolle Ressourcen zu gelangen. Ist euer Skill im Pathfinding höher, findet ihr nicht nur häufiger Ressourcen in Aetherra, sondern auch hochwertigere. Ein besonders hoher Skill erlaubt es auch, Verstecke in der Welt zu finden, die andere übersehen werden.

Habt ihr euer Erz gefunden, sei es als Loot oder versteckt in der Welt, müsst ihr das Metall aus dem Erz herauslösen und auch veredeln. Auch für die Veredelung werden weitere Zusatzstoffe gebraucht, wie etwa Guano, um mit dem enthaltenen Stickstoff den Stahl zu härten. Doch Vorsicht, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Gerade zu Beginn kann es häufig passieren, dass ihr einen Fehler macht und so etwa statt des Stickstoffs den Salpeter aus dem Guano löst. Verbunden mit dem beim Erhitzen des Metalls entstehenden Kohlenstoff ergibt sich eine qualmende Mischung, die einem bei entsprechender Temperatur schon mal um die Ohren fliegen kann. Unsachgemäßes Craften hat schon so manchen Helden zu einem kleinen, aber doch recht hübschen Diamanten gepresst.

Habt ihr es nach einigen Versuchen geschafft, den Stahl mit der richtigen Härte herzustellen und zu falten, fehlen noch zwei Dinge, um eure eigene Rüstung herzustellen: Magie für Effekte wie Giftresistenz oder Schadensrückwurf und einen Konfluxor, um das Material mit der Magie zu kombinieren. Dieser Konfluxor ist nicht mit einem Rezept zu verwechseln. Sicher, anfangs mag alles noch den Anschein haben, als gäbe es Blaupausen, die man nachverfolgt, aber im Gegensatz dazu ist der Konfluxor ein ebenso verbrauchbarer Gegenstand wie die anderen Zutaten. Er allerdings ist es, der die Fusion physischer Materialien mit ätherischen Dingen erst möglich macht. Die Kombination dieser „Zutaten“ führt zu einem einzigartigen Gegenstand, der so in der Welt nicht gefunden, den Gegnern abgerungen oder von einem Händler gekauft werden kann.

So, wie euer Experiment fatal schiefgehen kann, ist es auch möglich, dass euer fertiger Gegenstand einen unvorhergesehenen Zusatzbonus hat, der ihn enorm verbessert. Auch hier gilt: Je besser ihr im Craften seid, desto besser ist auch euer Endprodukt. Zwar kann sich jeder Laie an einem Meisterschwert versuchen, doch sind die Aussichten auf Erfolg gering.

Die Waffe dann noch im Kampf zu beherrschen, stellt die nächste Hürde dar: Denn auch die beste Waffe ist nur so gut wie der Kämpfer, der sie führt. Je höher euer Level und eure Fähigkeiten, desto nützlicher und stärker sind die Gegenstände.

Wahre Meisterschaft im Craften erlangen diejenigen, die es schaffen, ein ganzes Set zu craften. Dafür müssen alle Gegenstände mit dem gleichen Zusatzbonus erschaffen werden, damit die Waffen und Rüstungsteile miteinander harmonieren. Über diesen Zusatzbonus vereint ihr die Ausrüstung und aus einer Reihe großartiger Items entsteht ein Set, das mehr ist, als nur die Summe seiner Teile.
Auch zwischen den Archetypen unterscheidet sich das Craften: Wie bei der Wahl der Waffen, so hat auch jede der Figuren beim Craften eine gewisse natürliche Affinität zu verschiedenen Waffengattungen, die es ihnen erlaubt, bessere Ergebnisse beim Craften zu erzielen. Genauso wirkt sich dies in der Handhabe der Waffen aus: Der Spieler wird zwar mit entsprechender Bemühung ein mehr als passabler Schwertkämpfer sein, doch die Meisterschaft des Klingenmeisters wird er nie erlangen.

Um das fertige, einzigartige Item noch zu verbessern, habt ihr die Möglichkeit, zu einem Schmied zu gehen. Er wird euch, natürlich gegen einen Obolus von einigen cambrischen Silbermünzen, mit Freuden Ringe, Amulette und andere Items in die Waffe oder die Rüstung einschmieden.

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